Von Best Practices zu hochklassigen Standards: Der Herbstworkshop in Eichenried

Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit: Fabian Sixt

83 Teilnehmende aus 36 der 41 Anlagen der Leading Golf Clubs of Germany trafen sich zum Herbstworkshop im Golfclub München-Eichenried. Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, was auf den Anlagen bereits besonders gut funktioniert – und wie daraus mit Unterstützung der Kempinski Hotels verbindliche Servicestandards für jeden Club entstehen.

Am 14. und 15. Oktober 2026 trafen sich die Leading Golf Clubs of Germany zum Herbstworkshop im Golfclub München-Eichenried, der Heimat der BMW International Open. Mit 83 Teilnehmenden aus 36 der 41 Leading-Anlagen – von der Geschäftsführung bis zu den Teams in Sekretariat und Frontoffice – war die Beteiligung außerordentlich hoch. Alle Programmpunkte verband eine Frage: Was funktioniert auf den Anlagen bereits besonders gut, und wie wird daraus ein Standard, von dem Mitglieder und Gäste aller Leading-Clubs profitieren?

Ein Jahr Leading:AI – offen bilanziert
Seit einem Jahr nutzen die Leading Golfanlagen mit Leading:AI eine eigene KI-Lösung für den Cluballtag. Dr. Daniel Neuß stellte die Entwicklungsschritte des ersten Jahres vor; offen wurde diskutiert, was sich bewährt hat und wo noch Entwicklungsbedarf besteht. Der nächste Schritt ist konkret: Gemeinsam mit den Clubs werden nun clubeigene Wissensdatenbanken aufgebaut. Das Wissen jeder Anlage wird dokumentiert und steht dem gesamten Team zur Verfügung. Darauf aufbauend soll KI nicht mehr nur punktuell, sondern fest in den Abläufen genutzt werden, damit die Qualität für Mitglieder und Gäste fortlaufend im Alltag spürbar wird – und das ganz ohne KI-Vorkenntnisse.

Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit: Fabian Sixt

Betriebsvergleich: Gemeinsam besser werden
Ein Jahr nach dem ersten gemeinsamen Betriebsvergleich der Leading Anlagen zogen die Teilnehmenden Bilanz: Wie nutzen die Clubs die Ergebnisse, und wie lässt sich der Vergleich weiterentwickeln? Der Anspruch dahinter: Wer sich mit den Besten vergleicht, erkennt, wo er noch besser werden kann.

Service Exzellenz: Lernen von den Besten im eigenen Netzwerk
In zwei Breakout Sessions stellte jeder Club positive Beispiele aus seinem Alltag vor: Was läuft bei uns richtig gut und warum? In kleinen Gruppen wurden die Beispiele diskutiert und konkrete Fragen der Teilnehmenden direkt beantwortet. Der Austausch bewährter Praxis stand klar im Vordergrund.

Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit: Fabian Sixt

Den Abend verbrachten die Teilnehmenden gemeinsam mit unserem Partner Miele: Gegrillt wurde an der Miele Outdoorküche in Eichenried. Bereits hier waren viele Sekretariats- und Frontoffice Mitarbeitende dabei – eine gute Gelegenheit, sich über die Clubgrenzen hinweg kennenzulernen.

Tag 2: „Qualität ist kein Zufallsprodukt“ – Lernen von Kempinski
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Qualität: Wie entsteht sie, wie wird sie gemessen und vor allem, wie wird sie dauerhaft gehalten? Antony Shaw (Leiter Training & Quality bei Kempinski Hotels) zeigte, wie Kempinski Servicestandards an jedem Touchpoint verankert – von klaren Standards bis zur strukturierten Einarbeitung.

Danach wurde es praktisch. Der Fokus der SOP-Praxiswerkstatt lag bewusst nicht auf der Theorie, sondern auf der Umsetzung: Gemeinsam mit dem Kempinski-Team Holger Schroth, General Manager, und Nathalie Hoare, Director of Quality, Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, erarbeiteten die Clubs eigene Standard Operating Procedures für ihre Service Abläufe. Leading:AI verkürzte diesen Weg deutlich: Aus Diktaten entstanden strukturierte Leitfäden, die direkt in To-do-Listen überführt wurden. So fährt niemand nur mit guten Ideen nach Hause, sondern mit Standards, die am nächsten Tag direkt genutzt werden können.

Kempinski-Team v.l.n.r. Nathalie Hoare, Holger Schroth, und Antony Shaw. Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit: Fabian Sixt

Thementische: Best Practices für Sekretariat und Frontoffice
Am Nachmittag tauschten sich alle Teilnehmenden – Clubmanagement wie Sekretariats- und Frontoffice-Teams – an vier Thementischen aus: Mitglieder gewinnen, Mitglieder binden, Greenfeespieler gewinnen und binden sowie neue Mitarbeitende einarbeiten. Auch hier stand der Best-Practice-Austausch im Mittelpunkt: Was funktioniert auf jeder Anlage gut, und was können wir voneinander lernen? Die Sekretariats- und Frontoffice-Teams sind die erste Anlaufstelle für Mitglieder und Gäste, kommen in Netzwerkformaten aber oft zu kurz. Wie bei den Greenkeepern soll daraus ein dauerhaftes Netzwerk entstehen, in dem man sich kennt und direkt voneinander lernt.

Best Practice - Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit: Fabian Sixt

Fazit
Der Herbstworkshop 2026 hat gezeigt, wie viel Wissen in den Leading-Anlagen steckt und wie wertvoll es wird, sobald es geteilt wird. Aus den bewährten Beispielen der Clubs, den Standards der Spitzenhotellerie und der Unterstützung durch Leading:AI entstehen Service Standards, die im Alltag jeder Anlage ankommen. Für Mitglieder und Gäste der Leading Golf Clubs bedeutet das: ein Qualitätsanspruch, der nicht nur auf dem Platz, sondern an jedem Kontaktpunkt gilt – vom ersten Anruf bis zur Verabschiedung nach der Runde.

Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit: Fabian Sixt

„Das Wissen ist in unseren Clubs längst vorhanden. Unsere Aufgabe als Netzwerk ist es, dieses Wissen zu teilen, zu dokumentieren und in Standards zu überführen, die unsere Mitglieder und Gäste auf jeder Leading-Anlage erleben.“
– Bernhard May, Präsident der Leading Golf Clubs of Germany

Unser Dank gilt dem Golfclub München Eichenried für die Gastfreundschaft, dem Team von Kempinski für die Einblicke und die Praxiswerkstatt sowie unserem Partner Miele für einen besonderen Abend.

Herbstworkshop 2026 im Golfclub Eichenried Fotocredit:Fabian Sixt